Die Wirkung von Lachgas (N2O): Alle Infos

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Die Bezeichnung Lachgas dürftest du mit großer Wahrscheinlichkeit bereits kennen. Hinter diesem allgemein bekannten Namen steht ein farbloses Gas, Distickstoffmonoxid (N2O). Eingesetzt wird dieses in zahlreichen unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel der Medizin, der Nahrungsmittelindustrie oder auch als Partyspaß. Aber wie genau wirkt Lachgas eigentlich?

Lachgas (N2O): Seit 1844 als Narkotikum eingesetzt

Bereits im Jahre 1776 wurde Lachgas erstmals offiziell hergestellt. 1844 war es dann Horace Wells in den USA, der als erster Zahnarzt zum Lachgas als Narkosemittel griff. Aufgrund seiner eher schwachen Narkosewirkung wird Lachgas auch heute noch in der Medizin angewendet und kommt zum Beispiel bei Angstpatienten beim Zahnarzt zum Einsatz. Teilweise wird die Lachgasbehandlung mit anderen Narkotika kombiniert. Beim Lachgas selbst handelt es sich um ein leicht süßlich schmeckendes Gas, welches aus chemischer Sicht als reaktionsträge bezeichnet werden kann. Konsumiert wird das Lachgas als sogenanntes Inhalationsnarkotikum, welches zum Beispiel durch eine Maske oder mit Hilfe eines Ballons inhaliert werden kann.

Wirkung von Lachgas

Nimmst du Lachgas zu dir, wirst du innerhalb von wenigen Sekunden die Wirkung spüren. In der Regel verspüren Konsumenten ein prickeln am Körper, Wärmegefühle oder starke Glücksgefühle bis hin zur Euphorie. Verbunden sind diese oftmals damit, dass die Konsumenten viel lachen – daher der treffende Name. Die Rauschauer liegt in der Regel zwischen 30 Sekunden und vier Minuten.

Auf das zentrale Nervensystem wirkt sich das Lachgas in der richtigen Konzentration bewusstseinsverändernd aus. Dieser Zustand wird überwiegend von psychischer Entkopplung, Entspannung oder sogar einer Art Trance dominiert. Spätestens nach 15 bis 30 Minuten erreicht der Körper nach dem Konsum normalerweise wieder seinen Normalzustand, der auch die reguläre Psychomotorik wiederherstellt.

Wirkt sich Lachgas auf die Atmung oder das Herz-Kreislauf-System aus?

Auf das Herz-Kreislauf-System hat der Konsum von Lachgas nur geringe Auswirkungen. Es kann zu einer geringen Abnahme der Herzfrequenz und des Schlagvolumens kommen. Genau das Gleiche passiert allerdings auch dann, wenn 100-prozentiger Sauerstoff eingeatmet wird. Eine Beeinträchtigung der Atmung ist ebenfalls nur geringfügig bekannt. Im klinischen Alltag sind diese bei gesunden Personen aber nicht von Bedeutung. Abhängig ist die genaue Wirkung allerdings auch immer von der jeweiligen Dosis. Konzentrationen von bis zu 50 Prozent sind heute in der Zahnmedizin die Regel. In den meisten Fällen kommen allerdings wesentlich geringere Konzentrationen zum Einsatz. Bei höheren Konzentrationen greifen viele Mediziner auf andere Anästhesieformen zurück.

Verwendung von Lachgas: Unterschiedliche Einsatzgebiete, unterschiedliche Wirkung

Mit welcher Wirkung bei der Verwendung von Lachgas zu rechnen ist, ist ganz wesentlich von der Dosierung und den Einsatzgebieten abhängig. Wie schon erwähnt, wird in der Zahnmedizin auf Konzentrationen von bis zu 50 Prozent zurückgegriffen. Auf diesem Wege können die Mediziner bei den Angstpatienten die Behandlung ohne spürbare Schmerzen durchführen. Deutlich geringer fällt die Konzentration aus, wenn Lachgas als Partyspaß genutzt werden soll. Hier möchtest du auch keine Trance erreichen, sondern lediglich für eine bessere Stimmung sorgen. Noch einmal ein ganz anderer Anwendungsbereich für das Lachgas ist übrigens der Nahrungsmittelhandel. Hier dient der Stoff vor allem als Treibmittel für Schlagsahne, aber auch als Konservierungsmittel für Verpackungen wie Sahnekapseln oder Chipstüten.

Fazit: Dosis entscheidet über Wirkung

Wie so oft, entscheidet auch beim Lachgas die Dosis über die Wirkung. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass eine breite Spannweite für mögliche Wirkungen vorhanden ist. Mit kleinen Konzentrationen auf Partys lässt sich die Stimmung aufheitern und Euphorie bei allen Beteiligten erzeugen. Im medizinischen Bereich dient das Lachgas hingegen vor allem als Narkosemittel. Hier kommt eine wesentlich höhere Konzentration zum Einsatz, nach dessen Einnahme die Patienten aber normalerweise schon kurze Zeit später ohne körperliche Einschränkungen die Praxis verlassen können.

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